…Geschichte geschrieben…

Prima, es ist wieder soweit. Die Baden-Württemberger haben … Geschichte geschrieben…Sagt zumindest deren jetziger Landeschef.

Und warum? Sie haben gewählt. Aber ist das denn dann gleich Geschichte?

Klar, das Ergebnis ist schon beeindruckend. Innerhalb dreier Wahlen von etwas über 5% bis zur stärksten Partei im Land zu kommen, das ist schon toll. Was ist dann aber mit der AFD in Sachsen-Anhalt? Von 0 auf 23%. Oder was ist mit den Grünen in Rheinland-Pfalz? Minus 10% nach fünf Jahren Regierungsarbeit?

Ist es denn so leicht, sich in die Geschichte einzuschreiben? (Es müssen ja nicht gleich die Bücher sein…) Nur weil ein Ergebnis erreicht wird, dass herausragt? Ja, vielleicht hat es etwas, was in Zukunft weiter erzählt wird, etwas, was weiter tradiert wird und damit einen gewissen Anspruch darauf hat, in Geschichtsbüchern aufzutauchen.

Aber muss ein Ergebnis gleich als historisch bezeichnet werden, nur weil es in irgendeiner Weise heraus ragt? Vielleicht wäre es im Angesicht der langen Geschichte der Demokratie und der Wahlen angemessen, etwas behutsamer mit solchen Adjektiven umzugehen. Ansonsten könnte ja der Eindruck entstehen, dass da jemand die Geschichte zu etwas instrumentalisieren will?

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